Vergiss dich selbst – und entdecke, wer du sein kannst
Etiam oblivisci, quid sis, interdum expedit.
„Auch zu vergessen, was man ist, kann manchmal nützlich sein.“
Publilius Syrus – Sententiae
Wer wir sind
Unsere Identität gibt uns Halt. Sie sagt uns, wer wir sind, was wir mögen, was wir können – und was nicht. Doch manchmal kann gerade unser Selbstbild zur Begrenzung werden. Dann halten wir an alten Überzeugungen fest, weil sie uns vertraut sind:
„Ich bin kein kreativer Mensch.“
„So etwas liegt mir einfach nicht.“
„Ich war schon immer so.“
Doch ist das wirklich wahr? Oder wiederholen wir nur längst überholte Gedanken? Und sind es überhaupt unsere eigenen oder ein später Nachhall derer, die uns prägten? Vielleicht sind es unsere Eltern, Freundinnen, Partner, die zu uns sprechen?
Wenn unser Selbstbild zur Begrenzung wird
In der Psychologie spricht man von „kognitiven Schemata“: tief verankerten Denkmustern, die unser Denken und Verhalten steuern. Sie sind wie mentale Schubladen: Sie helfen uns, die Welt zu ordnen, geben uns Orientierung und Sicherheit. Doch da sie uns in der Regel nicht bewusst sind, können sie uns auch heimlich festlegen. Dann nehmen wir einfach eine Rolle ein, die wir vielleicht gar nicht (mehr) spielen wollen.
Ein klassisches Beispiel: Wer als Kind oft hörte, dass er oder sie „kein Mathe-Typ“ sei, wird sich als Erwachsener wahrscheinlich schwer damit tun, Zahlen und Logik positiv zu sehen – und das selbst dann, wenn die Realität längst eine andere sein könnte!
Die gute Nachricht? Diese inneren Überzeugungen sind nicht in Stein gemeißelt.
Unsere Identität ist formbarer, als wir denken. Und manchmal ist es hilfreich, für einen Moment zu vergessen, wer wir „immer waren“, um zu entdecken, wer wir sein könnten.
Systemisches Coaching: Ein Raum, um sich neu zu sehen
Wie aber durchbrechen wir alte Denkmuster? Hier setzt systemisches Coaching an. Mit gezielten Fragen und Methoden, die helfen, die eigene Identität aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.
- Alte Muster sichtbar machen
Oft sind wir uns unserer eigenen Glaubenssätze gar nicht bewusst. Durch gezielte Reflexion können wir erkennen, welche Überzeugungen uns tatsächlich leiten und ob sie uns noch dienen oder eher begrenzen.
- Neue Denkwege eröffnen
Ein Perspektivwechsel kann Türen öffnen: Was wäre, wenn Du Dir erlaubst, Dich anders zu sehen? Wenn Du Dich selbst nicht auf deine bisherigen Erfahrungen reduzierst, sondern auf deine Möglichkeiten schaust? Und manchmal öffnet bereits die Perspektive einer anderen Person auf Dich völlig neue Seiten.
- Veränderung gestalten
Wenn wir uns erlauben, alte Überzeugungen loszulassen, entsteht Raum für Wachstum. Systemisches Coaching kann diesen Prozess begleiten und unterstützen, damit Veränderung nicht nur möglich, sondern auch nachhaltig wird.
Einladung zum Nachdenken
Welche Überzeugung über Dich selbst hält Dich zurück? Gibt es eine konkrete Situation, in der Du Dich durch diese Überzeugung eingeschränkt gefühlt hast? Was wäre anders, wenn Du sie loslassen würdest?
Stell dir vor, Du wachst morgen mit der völligen Freiheit auf, eine neue Seite von Dir zu entdecken. Welche wäre das?
Im Coaching können wir beidem nachgehen: alte Seiten loslassen und neue entdecken, um gemeinsam einen ersten Schritt zu machen und die Veränderungen anzustoßen, die Du Dir wünschst.

